Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt. Hier sind tausende von Tierarten Zuhause und machen das Riff zu einer bunten Unterwasserwelt. Seit 1981 zählt das Great Barrier Reef zum UNESCO Weltkulturerbe.

Clownfische im Riff

Das 2.300 Kilometer lange Riff verläuft parallel zur australischen Ostküste, vom Norden bei Cape York in den Süden bis nach Bundaberg. Dabei besteht das Great Barrier Reef aus 2.900 Riffen, ca. 1000 Inseln (z.B. den Whitsundays) und unzähligen Sandbänken und Stränden. Teile des heutigen Korallenriffs gehörten früher zum Festland, die Gipfel damaliger Berge sind heute Inseln im Meer. Das Great Barrier Reef ist über 10.000 Jahre alt.

Das Great Barrier Reef von obenWasserschildkröteIn diesem Ökosystem leben ungefähr 1.500 Fische, 400 Korallenarten, 1.500 Schwammarten und viele weitere Tiere. Sechs der insgesamt sieben Arten von Meeresschildkröten leben hier. Außerdem die seltenen Seekühe. Im arktischen Winter ziehen die Buckelwale ans Riff um ihre Jungen zur Welt zu bringen und aufzuziehen.

Green IslandDoch das Riff ist auch bedroht: Abgebrochene Korallen brauchen Jahre, um nachzuwachsen. Größte Feinde sind aber die globale Erwärmung und die durch Kohlendioxyd saurer werdenden Ozeane. Die empfindlichen Korallen benötigen bestimmte Bedingungen und Temperaturen. Wenn sich die nur leicht ändern, kann das große Auswirkungen haben. Wie 1998 und 2002, als es zu großen Korallenbleichen kam. Danach haben sie die Korallen weitestgehend (wenn auch nicht vollständig) wieder erholen können.

Weil das Great Barrier Reef so empfindlich ist, steht es unter Naturschutz. Nur an bestimmten Stellen darf getaucht werden, Für Boote sind Bojen und Pontons eingerichtet, damit sie nicht ankern müssen.

Etwa zwei Millionen Menschen besuchen das Great Barrier Reef jedes Jahr. Und ein Besuch lohnt sich, die bunte Unterwasserwelt, die tropische Welt mit tollen Stränden und Insel und die großartige Tierwelt sind einfach sehenswert. Zentren sind Cairns und Port Douglas für Ausflüge zum Schnorcheln oder Tauchen und Airlie Beach an den Whitsunday Islands für Segeltörns. Außerdem kann man mit dem Flugzeug oder Hubschrauber das Riff aus der Luft anschauen. Bei einem Ausflug mit dem Boot lohnt es sich, einen Pulli oder eine leichte Jacke mitzunehmen, durch den Wind kann es gerade abends kühl werden.

Schnorcheln und Tauchen

Segelboot vor dem Great Barrier ReefFisch am RiffDie meisten Schnorcheltouren starten in Cairns, jedes Hostel und die vielen Reisebüros in der Innenstadt können sie buchen. Das Angebot ist vielfältig, es reicht von großen stabilen Jetbooten bis zu kleineren Segelbooten. Die Tagestouren starten meist in der Früh und gehen den ganzen Tag über.

Das Equipment (Schnorchel, Taucherbrille, Flossen, Schwimmweste) wird gestellt. An einem bis mehreren tollen Schnorchel-Punkten wird gehalten und man hat meist 30-60 Minuten um die bunte Unterwasserwelt zu erkunden. Das Wasser ist fast immer sehr klar und warm. Wer Glück hat, sieht Clownfische (“Nemos”) und Schildkröten.  Lunch, Getränke und Snacks gibt es an Bord, je nach Tour sind sie im Fahrpreis enthalten oder können zugekauft werden.

Es gibt zwar Haie am Great Barrier Reef, um sie muss man sich beim Schnorcheln nicht allzu viele Sorgen machen. Um die Touristenboote (Schnorcheln) ist es meist zu laut und zu viel Trubel, das schreckt Haie ab. Außerdem gibt es immer die Besatzung an Bord, die einen Blick aufs Meer hat, während man im Wasser ist.

Verschiedene Tauschschulen und Tauchboote sind vor allem in Cairns ansässig. Viele Tagestouren und Tauchschulen bieten ein Schnuppertauchen für absolute Anfänger an. Wer möchte, kann am Riff seinen Tauchschein machen.

 

Hinkommen

Flughäfen gibt es in Cairns und bei Airlie Beach (Whitsunday Coast Airport in Proserpine). Greyhound Australia und Premier betreiben eine Buslinie von und nach Cairns die Ostküste hinunter bis und von Brisbane.

Reisezeit

Von April bis September ist es meistens trocken. Von Oktober bis März ist Taifun-Saison, gerade im Februar und März fällt am meisten Regen.